Lesestart

Lesestart

Mit der Aktion "Lesestart Hannover" sollen Eltern unabhängig vom Bildungs- und Herkunftshintergrund und möglichst unmittelbar nach der Geburt der Kinder erreicht werden. Ziel ist die Vorlese- bzw. Leseförderung von Anfang an. Die Aktion ist eingebunden in ein Netz von lokalen und überregionalen Maßnahmen.

Anknüpfend an die seit 2008 von der Stiftung Lesen betriebene bundesweite Kampagne „Lesestart“ hat das Lesenetzwerk Hannover auf lokaler Ebene zahlreiche Aktivitäten zur frühkindlichen Leseförderung entwickelt. Das Lesenetzwerk ist ein Zusammenschluss von Institutionen und Personen in Hannover, die sich der Sprach- und Leseförderung verschrieben haben. Die Koordination liegt bei der Stadtbibliothek. Neben dem Fachbereich Bibliothek, Schule, Museen und Kulturbüro sind die Fachbereiche Jugend und Familie sowie Bildung und Qualifizierung am Lesenetzwerk beteiligt.

Seit 2011 gibt es die bundesweite Initiative Lesestart – Drei Meilensteine für das Lesen, das größte Leseförderungsprogramm Deutschlands. Auch hier beteiligt sich die Stadtbibliothek Hannover. Die Eltern erhalten drei Lesestartsets: bei der U6-Untersuchung vom Kinderarzt, die dreijährigen Kinder bei einem Besuch in der Bibliothek und schließlich einmal kurz nach der Einschulung.

Der Bilderbuchsonntag findet jährlich im Februar statt und zieht bis zu 2.000 Besucherinnen und Besucher an, darunter auch zahlreiche Familien mit Migrationshintergrund. Neben einer bunten Bilderbuchausstellung bieten verschiedene Partner des Lesenetzwerkes beim Bilderbuchsonntag mehrsprachige Bilderbuchkino, Fingerspiele, Tischtheater, Vorlesen, Singen, Reimen und vieles mehr.

Am 8.02.2015 fand der 7. Bilderbuchsonntag wieder mit sehr positiver Resonanz im Kulturzentrum Pavillon statt.

Im Rahmen der frühkindlichen Leseförderung werden darüber hinaus seit 2009 monatliche Eltern-Kind-Gruppen unter dem Motto „Babys in die Bibliothek“ in den Stadtteilbibliotheken in Kooperation mit der Elternbildung der AWO durchgeführt. Es werden Anregungen gegeben, wie Sprachförderung unterhaltsam und ohne viel Aufwand in den Alltag integriert werden kann, damit der Umgang mit Büchern früh eingeübt wird. Die Nachfrage, auch von Familien mit Migrationshintergrund, ist unvermindert groß, deswegen wurde das Angebot erhöht. 2014 fanden 132 Treffen in 12 Stadtteilbibliotheken statt, an denen rund 1350 Kleinkinder mit ihren Eltern, Großeltern oder Tagesmüttern teilnahmen. Seit 2015 findet „Babys in der Bibliothek“ in 15 Stadtbibliotheken statt.